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Lackschäden am Auto


Kratzer und andere Lackschäden am Auto sind ärgerlich und lassen sich im Alltag trotzdem kaum vollständig vermeiden. Ein kleiner Parkrempler, ein Steinschlag oder eine unachtsam geöffnete Autotür können schnell sichtbare Spuren hinterlassen. Ob sich der Schaden selbst ausbessern lässt, hängt vor allem davon ab, wie tief der Kratzer ist und welche Lackschicht beschädigt wurde.

Inhaltsverzeichnis

  • Wie erkennt man einen Lackschaden?
  • Lackschaden richtig vorbereiten
  • Welche Reparaturmethode eignet sich?
  • Lackschäden am Auto selbst ausbessern
  • Lackspray als Alternative zum Lackstift
  • Häufige Fragen zu Lackschäden (FAQ)

Kurz erklärt: Je früher ein Lackschaden behandelt wird, desto besser. Besonders wenn die Grundierung oder sogar das blanke Metall sichtbar ist, sollte die Schadstelle nicht über längere Zeit unbehandelt bleiben.

Wie erkennt man einen Lackschaden?

Nicht jeder sichtbare Kratzer bedeutet automatisch, dass der Lack vollständig beschädigt ist. Für die richtige Behandlung ist entscheidend, wie tief der Schaden reicht. Grundsätzlich lassen sich Lackschäden in verschiedene Kategorien einteilen:

Flugrost: Dabei handelt es sich meist um oberflächlich anhaftende Rostpartikel, die nicht zwangsläufig auf eine Beschädigung des Blechs hindeuten.
Oberflächliche Kratzer: Häufig ist nur die Klarlackschicht betroffen. Solche Kratzer können je nach Ausprägung teilweise herauspoliert werden.
Tiefere Lackschäden: Ist bereits eine darunterliegende Lackschicht oder Grundierung sichtbar, reicht eine einfache Politur meist nicht mehr aus.
Schäden bis zum Metall: Wird das blanke Karosserieblech sichtbar, sollte die Stelle zeitnah behandelt und vor Korrosion geschützt werden.
Lackkratzer am Auto Bild KI-generiert

Wichtig: Je tiefer ein Kratzer ist, desto aufwendiger wird die Reparatur. Ist das blanke Metall sichtbar oder hat sich bereits Rost gebildet, sollte die Schadstelle besonders sorgfältig vorbereitet werden.

Lackschaden richtig vorbereiten

Bevor ein Lackschaden ausgebessert wird, muss die betroffene Stelle sauber, trocken und frei von Fett, Schmutz und anderen Rückständen sein. Nur auf einer gründlich vorbereiteten Oberfläche kann der neue Lack zuverlässig haften.

Fahrzeug beziehungsweise Schadstelle gründlich reinigen.
Die Oberfläche vollständig trocknen lassen.
Lose Lackreste vorsichtig entfernen und die Schadstelle entsprechend vorbereiten.

Tipp: Verwenden Sie zur Vorbereitung immer die vom jeweiligen Hersteller empfohlenen Reinigungs- und Entfettungsmittel. Aggressive Lösemittel können Lackoberflächen beschädigen.

Welche Reparaturmethode eignet sich?

Die passende Methode hängt vom jeweiligen Schaden ab. Während sich leichte Kratzer teilweise durch Polieren reduzieren lassen, benötigen tiefere Beschädigungen einen passenden Lackaufbau. Die folgende Übersicht zeigt, welche Vorgehensweise bei den häufigsten Lackschäden sinnvoll sein kann.

Lackschaden Mögliche Behandlung
Flugrost Geeigneten Flugrost- bzw. Eisenpartikelentferner verwenden und anschließend die Oberfläche pflegen.
Oberflächlicher Kratzer Je nach Tiefe mit einer geeigneten Politur oder einem Kratzerentferner behandeln.
Kleine Lackbeschädigung Mit einem passenden Lackstift ausbessern.
Größere Lackfläche Je nach Schadensbild kann ein passendes Lackspray eingesetzt werden.
Blankes Metall Schadstelle vorbereiten, geeignete Grundierung bzw. Korrosionsschutz auftragen und anschließend lackieren.


 

Lackschäden am Auto selbst ausbessern

Kleinere Lackschäden können mit den passenden Produkten häufig selbst ausgebessert werden. Entscheidend sind dabei eine saubere Vorbereitung, der richtige Farbton und die Auswahl des passenden Reparaturprodukts.

Kleine Lackschäden mit einem Lackstift ausbessern

Für kleinere und punktuelle Lackbeschädigungen eignet sich ein passender Lackstift. Vor der Anwendung sollte die Schadstelle gründlich gereinigt und vorbereitet werden. Der Lackstift wird entsprechend den Herstellerangaben vorbereitet und anschließend möglichst sparsam auf die beschädigte Stelle aufgetragen.

Lackstift vor der Anwendung nach Herstellerangabe vorbereiten.
Nur eine kleine Menge Lack auf die Schadstelle auftragen.
Gesunde Lackflächen möglichst nicht mit dem Reparaturlack bedecken.

Tipp: Je genauer der Farbton zum Fahrzeug passt, desto unauffälliger lässt sich eine kleine Schadstelle reparieren. Vor der Bestellung sollte deshalb der passende Fahrzeug-Farbcode ermittelt werden.

Tiefe Kratzer und freiliegendes Metall

Wenn ein Kratzer bis zur Grundierung oder zum blanken Metall reicht, ist eine sorgfältigere Reparatur erforderlich. Die beschädigte Stelle muss vorbereitet und das freiliegende Metall vor Feuchtigkeit und Korrosion geschützt werden.

Beschädigte Stelle gründlich reinigen und trocknen.
Lose Lackreste vorsichtig entfernen.
Freiliegendes Metall entsprechend dem verwendeten Reparatursystem grundieren und anschließend lackieren.

Was tun bei Rost am Lackschaden?

Hat sich an einer beschädigten Stelle bereits Rost gebildet, muss dieser vor einer Lackierung entsprechend behandelt werden. Oberflächlicher Rost kann je nach Schadensbild entfernt und die Stelle anschließend mit einem geeigneten Korrosionsschutz beziehungsweise einer Grundierung vorbereitet werden.

Wichtig: Bei starkem Rost, großflächigen Lackschäden oder bereits durchgerostetem Blech reicht eine einfache Lackausbesserung möglicherweise nicht aus. In diesem Fall sollte der Schaden fachgerecht beurteilt und gegebenenfalls professionell repariert werden.

Alternative zum Lackstift: Lackspray

Für größere Lackflächen kann statt eines Lackstifts auch ein passendes Lackspray verwendet werden. Es ermöglicht eine großflächigere Lackierung und ist in zahlreichen Farbtönen erhältlich.

Für ein möglichst gleichmäßiges Ergebnis sind eine gründliche Vorbereitung, der richtige Sprühabstand und die Einhaltung der jeweiligen Trocknungszeiten entscheidend. Das Lackspray sollte immer entsprechend der Herstellerangaben verarbeitet werden.

Gut zu wissen: Bei der Auswahl eines Reparaturlacks sollte nicht nur auf die Bezeichnung der Fahrzeugfarbe geachtet werden. Entscheidend ist der zum Fahrzeug passende Farbcode, da ähnliche Farbtöne je nach Hersteller und Baujahr unterschiedlich ausfallen können.

Auf einen Blick: Lackstift für kleine, punktuelle Schäden – Lackspray für größere Flächen. Bei freiliegendem Metall oder Rost ist zusätzlich ein geeigneter Korrosionsschutz beziehungsweise eine Grundierung erforderlich.

Häufige Fragen zu Lackschäden am Auto (FAQ)

Kann man Kratzer im Autolack selbst entfernen?

Ja, kleinere und oberflächliche Kratzer lassen sich häufig selbst behandeln. Je nach Tiefe des Kratzers können beispielsweise eine geeignete Politur, ein Kratzerentferner oder ein Lackstift verwendet werden. Bei tiefen Kratzern, sichtbarem Metall oder größeren Karosserieschäden ist eine professionelle Reparatur empfehlenswert.

Was hilft bei tiefen Kratzern im Autolack?

Bei tiefen Kratzern muss die beschädigte Stelle zunächst gründlich gereinigt und vorbereitet werden. Ist die Grundierung oder das blanke Metall sichtbar, kann eine geeignete Grundierung beziehungsweise ein Korrosionsschutz erforderlich sein. Anschließend wird die Schadstelle mit einem passenden Fahrzeuglack ausgebessert.

Wann sollte ein Lackschaden am Auto repariert werden?

Ein Lackschaden sollte insbesondere dann zeitnah behandelt werden, wenn die Grundierung oder das blanke Metall sichtbar ist. Bei freiliegendem Metall besteht ein erhöhtes Risiko für Korrosion. Auch bereits vorhandener Rost sollte nicht über längere Zeit unbehandelt bleiben.

Wann eignet sich ein Lackstift für die Reparatur?

Ein Lackstift eignet sich besonders für kleine und punktuelle Lackbeschädigungen. Wichtig sind ein möglichst passender Farbton sowie eine saubere und gut vorbereitete Schadstelle. Bei größeren Flächen kann ein Lackspray besser geeignet sein.

Was ist besser: Lackstift oder Lackspray?

Das hängt vor allem von Größe und Art des Lackschadens ab. Ein Lackstift eignet sich für kleine, punktuelle Beschädigungen, während Lackspray eher für größere Flächen verwendet wird. In beiden Fällen sind die richtige Vorbereitung und die Verarbeitung nach Herstellerangaben entscheidend.

Was tun, wenn nach einem Lackschaden bereits Rost entstanden ist?

Vor der Lackierung sollte der vorhandene Rost entsprechend dem Schadensbild entfernt und die Stelle vorbereitet werden. Anschließend kann ein geeigneter Korrosionsschutz beziehungsweise eine Grundierung aufgetragen werden. Bei starkem oder großflächigem Rost sollte der Schaden fachgerecht beurteilt werden.

Wie kann man Lackschäden am Auto vermeiden?

Eine regelmäßige und schonende Fahrzeugpflege kann dazu beitragen, den Autolack langfristig zu schützen. Schmutz, Flugrost und andere aggressive Ablagerungen sollten möglichst regelmäßig entfernt werden. Kleine Lackbeschädigungen sollten zudem frühzeitig behandelt werden.

Fazit: Lackschäden frühzeitig behandeln

Ob Kratzer, Steinschlag oder Roststelle: Ein Lackschaden am Auto sollte zunächst hinsichtlich seiner Tiefe und Ausprägung beurteilt werden. Oberflächliche Kratzer lassen sich häufig mit einer geeigneten Politur behandeln. Für kleinere beschädigte Stellen können Lackstifte eine praktische Lösung sein, während sich Lackspray eher für größere Flächen eignet.

Ist das Metall sichtbar oder hat sich bereits Rost gebildet, sind eine sorgfältige Vorbereitung und ein geeigneter Korrosionsschutz besonders wichtig. Bei größeren oder stark verrosteten Schäden sollte die Reparatur fachgerecht durchgeführt werden.



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